averagesingularity

: | SO 26.07.2026 Abends | 40. Woche | 3.Tag

Heute war ein sehr schöner Tag, der mir gezeigt hat, wie das Leben sein kann – mit Familie, an der frischen Luft, mit anderen Aktivitäten als digitalem Konsum.

Wir haben den Geburtstag meiner Schwester in einem kleinen Hof gefeiert mit Live-Musik und einem schönen Spielplatz mit den Kids. Zwischendurch mit den Kindern spielen und toben, gutes Essen, Schach (die Riesenbrett-Variante). Etwas über den Alltag reden und über andere Menschen. Sich auch mal zurückziehen, um etwas Energie zu tanken. Auch mal alleine das Gelände erkunden, dann wieder etwas sozialer.Abends habe ich mir etwas Zeit alleine genommen und anschließend mit meiner Freundin über den aktuellen Stand meiner Abstinenz und des Lebensalltags gesprochen.Wir haben darüber geredet, wie unheimlich schwer es mir fällt, die Fantasy-Medien komplett auf Rot zu setzen und sich danach zu handeln. Wie leicht/oft ich Ausnahmen mache und den Blocker deaktiviere, weil mir etwas fehlt oder ich mich regulieren möchte.Ich sehe meine Kontrollverluste und die Probleme, die daraus entstehen, doch gleichzeitig fühle ich mich alternativlos.Kognitiv weiß ich, dass es Alternativen gibt und diese Zeit brauchen, bis sie mit dem High und der Effizienz von Medienkonsum mithalten können. Emotional bin ich zu ungeduldig und unsicher, ob es wirklich funktioniert. Aber nur wenn ich andere Ressourcen ausprobiere, kann ich es herausfinden. Und ich will andere Sachen ausprobieren, damit ich meinen Alltag und mich besser im Griff habe und mehr Momente wie heute erleben kann.Daher mein erneutes Commitment:

– meinen Stayfree-Blocker nicht zu deaktivieren.

– Unangenehme Emotionen und Gefühle zuzulassen und zuerst anzusprechen, bevor ich versuche, sie mit Sucht oder Konsum zu regulieren.