Heute noch ein freies Blogformat.
Ich habe den Start in den Tag heute wieder verkürzt und mich statt der vollständigen Morgenroutine verquatscht. Um pünktlich aus dem Haus zu kommen, habe ich mich dann gegen den Blog-Eintrag entschieden. Das passt wieder nicht damit überein, dass ich sage, für ein abstinentes Leben mit Selbstkontrolle und Selbstfürsorge ist der Blog eines meiner wichtigsten Tools. Ich lebe wieder nicht, was ich sage.
Weiterhin habe ich mit dem Wochenreview wieder angefangen und bin sehr dankbar für den Prozess, auch wenn ich gerade Gäste bei mir im Wohnzimmer sitzen habe, die miteinander Spaß haben. Aber ich habe mir eine feste Zeit gesetzt, um den Blog nachzuschreiben und dann die Woche zu planen, damit die kommende Woche gut wird, und mich deshalb rausgezogen.
Ich wünsche mir von mir, dass ich den Morgen realistisch eingeteilt hätte und mich dementsprechend kurz aus dem Gespräch oder so rausgezogen hätte, um den Blog, der mir so wichtig ist, zu schreiben und mich zu sortieren. Ich merke immer, wie viel weniger strukturiert und orientiert mein Tag ohne den Blog und die damit einhergehenden Fragen und Dekonstruktionen ist. Es ist wichtig für mich – und doch stelle ich ihn immer wieder hinten an.
Ich weiß nicht genau, wie ich die kognitive Dissonanz mit mir in Einklang bringen kann. Ein Teil von mir will es auf das ADHS schieben und mein Problem mit der Priorisierung. Dass ich morgens zulasse, mich zu schnell ablenken zu lassen, oder dass ich noch immer nicht verinnerlicht habe, wie ich meine Prioritäten entsprechend handle und entscheide. Dann zwingt sich aber das Ich, wenn ich dies weiß, meine Umwelt darauf anzupassen: das Handy beiseitelegen oder weglegen, keine Termine in diese Zeit legen und vor allem keine Ausnahmen machen.
Deshalb fange ich diese Woche langsam an. Ich blockiere mir jeden Tag den Zeitraum zwischen 7 und 10 Uhr und schalte mein Handy auf stumm. Höchstens echte Notfälle wie Krankheit oder etwas Ähnliches wären als Störungen okay.
Gleichzeitig fällt der Faktor Besuch nächste Woche sowieso aus. Jetzt bin ich erstmal ein Monat allein bzw. ohne terminfreie Besuche.
Ich will mir die Morgen wieder zurückholen.
Ich habe gestern noch mehr Dinge aufgeschrieben, die mir nochmal zeigen, dass ich an zu vielen Fronten gleichzeitig etwas mache.
Erst die Selbstdisziplin und Verbindlichkeit mir gegenüber: keine Termine verpassen, keine Aufgaben scheitern lassen und nicht zu viele Bücher auf einmal lesen.