Heute wieder mehr Routine am Morgen, das ist super.Langsam in den Tag gestartet. Gefrühstückt (den Porridge-Klassiker).
Jetzt Blog schreiben. Heute noch: Nach Münchwies fahren Indisch essen Mulan gucken mit G17 Selbsthilfegruppe Sachen packen Tag ausklingen lassen
In meinen freien Momenten beschäftigt mich die Zukunft. Was ist realistisch, was idealistisch, was notwendig? Wo bin ich mir sicher, was blabbere ich nur nach? Ich weiß, dass eine meiner wichtigsten Prioritäten ein neuer Job sein sollte. Was sind die anderen? Abstinenz und ein Lebensstil, der damit einhergeht? Wie steht es um soziale Verantwortung? Wie mir das früher sehr wichtig war, doch jetzt, wo ich merke, wie wenig Zeit ich mir nehme, um meine eigenen Probleme zu bearbeiten, und wie VIEL Zeit davon ich wirklich brauche, weil ich langsam in diesem Bereich bin. Ist es wirklich verantwortlich, aktuell da Zeit reinzustecken? — Wohl eher nicht. Ich werde am Mittwoch das Kidscamp besuchen und freue mich da schon drauf. Gleichzeitig kriege ich mit, wie viel in der Orgagruppe geschrieben wird, und da auch nicht definitiv überlastet hätte. Ich bin dankbar für meine Entscheidung. Aber ein Teil von mir ist dennoch traurig und vermisst das Gefühl der Zusammenarbeit, Zusammengehörigkeit und der Arbeit mit den Kids.
Vielleicht könnte ich es ja mit Teilhabe-Assistenz als Job versuchen? Sie suchen wohl immer nach Leuten. Das Gehalt wäre gering, aber aktuell trifft es das, was ich kann und was ich will. Das wäre etwas, in dem ich mich einbringen kann und wo ich die Tragweite unseres Sozialsystems besser verstehen lernen kann. Nur ein Gedanke, der es wert ist, verfolgt zu werden. Doch davon gibt es viele. Ich glaube, das Wichtigste, worum es mir geht, ist jetzt mal auszurechnen, auf wie viele Stunden ich meinen Job im Kino reduzieren kann, und dass ich dann anfange, andere Jobs auszuprobieren.
Die Thematik mit dem Duden Institut und der Lerntherapie ist auch noch offen und mir wichtig. Ja, es sind nicht die Bereiche, in denen super viel Geld verdient wird, aber als Standbeine und mit einem „mittleren-geringen Gehalt" würden sie es mir erlauben, mein Risiko zu minimieren und Dingen nachzugehen, die vielleicht lukrativer/erfolgreicher wären.
Die Arbeit im Kino fühlt sich jetzt wie eine absolute Sackgasse an, jetzt wo ich von meinem Vorgesetzten und Geschäftsführer signalisiert bekommen habe, dass ich mich auf die Serviceleitungstätigkeit beschränken und selbst wenn Zeit/Kapazität da ist, von Dingen wie Führung/Entwicklung etc. weghalten muss.
Offene Fragen, die weiter in mir arbeiten, aber hey, dafür gibt es ja den diffusen Modus. Ich bin sehr dankbar für die Chance und meine Entscheidung, diesen Raum endlich aufzumachen und nicht mehr damit zu warten, bis ich genug „Stabilität" in meinen Routinen habe. Ein Teil der Stabilität ist wie erhofft dadurch gekommen, denn ich weiß, dass ich weg will, und jetzt konkrete offene Themen habe, die meiner Aufmerksamkeit bedürfen. Da solche Interessen als Konsum daherfallen, fällt mir die Abstinenz gerade recht leicht. Dazu kommt natürlich, dass ich in guter Gesellschaft bin. Ein Manko sind noch immer lange Wartezeiten wie Zug o. Ä. und wenn ich da bin, mir dann einfach zu erlauben, rumzusitzen und in der Gegend herumzustarren, ist noch ein Wachstumsfeld.
Danke fürs Lesen! Und einen schönen Sonntag!