averagesingularity

: ) DI 24.08.2026 Morgens | 44. Woche | 0.Tag

Gestern Abend und Nacht nochmal Rückfalle gehabt... fühle mich hoffnungslos, als ob ich mich nicht gut fühlen kann und nicht leben kann ohne den Konsum. Das stimmt nicht. Aber dann muss ich auch anfangen, so zu handeln.Mein Fahrrad ist gestern kaputtgegangen... Das Vorderrad ist verbogen. Mir ist zum Glück nichts passiert. Auf dem Weg zum Jahrmarkt hat mich ein Auto übersehen. Ich habe rechtzeitig gebremst, bin aber gegen die Fahrertür gestoßen.Es war dran, noch auf dem Jahrmarkt. Es war etwas festlich, und ich habe mich gefreut, ehemalige Kollegen zu sehen, doch mein Hormongleichgewicht war durch die Rückfälle davor aus der Balance. Ich fühlte mich stumpf, fehl am Platz. Bin mit einer ehemaligen Kollegin Schiffsschaukel gefahren, zum Ausprobieren... War adrenalinreich, aber mir wurde schwindelig. Habe an der Ansicht mit ein paar Leuten geredet und bin sie nach Hause gebracht. Auf dem Weg nach Hause war mir der Kontrast zwischen den "Jugend"-Menschen im Studium und meinem Versagen mit der Sucht – und zwar vorhandener Reflexion, aber mangelhafter Konsequenz – sehr unangenehm. Ich konnte mich nicht darauf besinnen, dass ich es besser machen kann und daraus lernen kann... Stattdessen habe ich mich mit erotischen Schriften abgelenkt... Mein Fahrrad abgeholt und war dann um ca. 3 Uhr zu Hause. Hab die kleine Abendroutine gemacht, die ich vorbereitet hatte, aber dennoch den Rückfall gehabt.Dann bin ich heute früh mit einem weiteren Rückfall auf Basis des Geschriebenen in den Tag gestartet. Ich sehe, wie es mir die Energie raubt und das bisschen Orientierung, das sich mir aufgebaut hatte. Zum Glück hatte ich mir die Routinen zurechtgelegt, und als ich endlich aufgestanden war, hat mich das Abenteuer angelächelt. Ich habe mich zwar wie ein Versager gefühlt, aber immerhin wie einer mit einem Ausweg. Also sitze ich hier, schreibe den Blog, nachdem ich mir eine Übersicht über den Tag gemacht habe, und stelle fest, dass ich mich zwar elend fühle, aber alles Wichtige erledigt habe.Das elende Gefühl wird aufhören, wenn ich mit den Rückfällen aufhöre und anfange, an meinen "Ressourcen" zu arbeiten, z.B. das Gedicht, das ich gestern geschrieben habe, weiterzuschreiben. Oder der Gedanke daran, wie ich mit den Hospitanten in Bingen klar kommen werde... Immerhin kann ich daran jetzt denken, da ich in meinen Kalender gesehen, die To-Dos aufgeschrieben und hier meine Gedanken festgehalten habe. Das hat geholfen. Danke sehr für die Plattform und die Geduld, wer auch immer hier liest. Großes Dankeschön. Jetzt will ich auf die Arbeit gehen. Bis voraussichtlich heute Abend oder morgen früh.