Heute bin ich wirklich nicht gut in den Tag gestartet. Ich habe meinen Wecker nicht gehört. Den zweiten Wecker schon, aber dann habe ich mich einfach wieder hingelegt. Um 10 Uhr hat mich meine Mutter mit einem Anruf geweckt. Trotzdem bin ich nicht aus dem Bett gekommen. Ich habe mich total ertappt gefühlt und konnte einfach nicht in die Gänge kommen. Mein Kopf fühlte sich an, als hätte er Aussetzer, und ich konnte mir nicht vorstellen, irgendetwas zu schaffen. Und dann hat auch noch die Musik nicht funktioniert, weil mein Router die Verbindung zum Internet verloren hatte. Irgendwann habe ich mich dann doch gefangen, mich fertig gemacht – und hatte zwischendurch noch genug Zeit für einen Rückfall. Ich habe mit mir selbst diskutiert: „Nein, das machst du nicht. Dir fehlt einfach nur das Dopamin, du fühlst dich schlecht und willst dich auffangen.“ Also habe ich etwas gegessen, meine Medikamente genommen, und als es mir ein bisschen besser ging, habe ich ... ... eine WhatsApp-Nachricht erhalten. Ich habe draufgeschaut, und schon war der Gedanke an Pornografie und Konsum wieder da. Den habe ich dann beiseitegedrückt und mir gesagt: „Nein, das mache ich jetzt nicht. Melde dich lieber bei jemandem.“ Also habe ich angefangen, mit jemandem zu schreiben – über ein völlig anderes Thema. Ich habe das Problem nicht direkt konfrontiert. Dann habe ich angefangen, diesen Blog zu schreiben und zu formulieren, was in meinem Kopf vorging. Und ich habe verstanden: Es ist wirklich so, dass ich mich nicht zum Handeln bringen kann. Das ist so ein typischer ADHS-Moment, bei dem meine Nerven einfach nicht richtig funktionieren. Also muss ich einfach anfangen zu arbeiten. Als ich angefangen habe, aufzuräumen, hat es kurz funktioniert – bis ich plötzlich das Handy in der Hand hatte. Ich weiß nicht mehr, was vibriert hat oder ob ich es überhaupt gebraucht habe. Und dann habe ich mich in diesem Moment doch entschieden: „Okay, ich visualisiere das jetzt, mache jetzt das Video, das Bild, die KI-Generierung.“ Und schon war ich in diesem Rabbit Hole drin, das dann eine Viertelstunde gedauert hat. Erst danach habe ich wieder angefangen, mit einer Freundin zu schreiben – über das Thema Arbeit. Dann habe ich auf die Uhr geschaut und musste los. Und plötzlich war mir klar: Ich habe immer noch keinen Blog-Eintrag geschrieben. Also ist jetzt dieser Blog-Eintrag entstanden, und ich muss wirklich los zur Arbeit. Heute Abend werde ich wieder eine anständige Morgenroutine vorbereiten. Das ist wichtig.