11.08.2026 (Dienstag)
1. Allgemeines Befinden
- Körperliche Energie: 8/10
- Stimmung: 4/10
- Begründung Stimmung: Ich bin frustriert darüber, wie schwer es mir gestern gefallen ist, in meine Aufgaben hineinzukommen. Ich hatte sehr viel Müdigkeit und ein „Gewitter im Kopf", sodass ich mich gar nicht konzentrieren konnte und nichts tun konnte. Das hat mich nicht davon abgehalten, rechtzeitig ins Bett zu gehen und meine wichtigsten To-Dos anzugehen, aber ich fühle mich mit den letzten Tagen nicht gut. Zudem habe ich gestern erneut konsumiert, weil ich einfach nicht mit mir anfangen konnte und nichts tun konnte. Es hat sich wie eine Qual angefühlt, statt wie eine Erholung. Wahrscheinlich habe ich mir dabei nicht gelogen, aber in dem Moment sah ich keine Alternative.
2. Gestern (Montag, 10.08.2026) – Abstinenzressourcen & Aufgaben
Ziel: Ressourcen strukturieren, Prioritäten klären (minimal vs. optimal), und bei Verlust des Bezugs schrittweise zurückführen.
- Aufgabe 1: Übersicht über aktuelle Routinen und Abstinenz-Ressourcen erstellen.
- Status: Erledigt.
- Aufgabe 2: Priorisierung und Hierarchien der Ressourcen festlegen.
- Status: Nur bedingt gelungen. Heute wurde weitergearbeitet. Ich habe festgestellt, dass ich mehr als einen „dringenden" Punkt hatte und das Blockformat angepasst habe. Ich entscheide mich wieder für die frühere Führung, da eine Haupteinsicht war, dass es sonst schnell zu Overload kommt. Ich muss unterscheiden, was netto positive Ressourcen für die Organisation sind und was eventuell zu viel sein könnte. Da ich ein großes Unsicherheitsgefühl habe, versuche ich dies zu überkompensieren.
- Aufgabe 3: Einkaufen.
- Status: Erledigt.
- Aufgabe 4: Call mit einem Freund (Wochenanfangs-Check).
- Status: Auf heute verschoben, da der Freund keine Zeit hatte.
- Aufgabe 5: Telefonat mit Freundin geplant.
- Status: Nicht durchgeführt. Mein Gehirn war komplett im Eimer; ich lag irgendwann nur noch im Bett. Immerhin bin ich dafür ins Bett gegangen (bzw. gestern früh in den Tag).
3. Heute (Dienstag, 11.08.2026) – Achtsamkeit & Planung
Hauptziel: Achtsamkeit in den Alltag integrieren.
- Aufgabe 1: Achtsamkeits-Timer stellen und kurzen Check-in beim Körper machen (Anspannung, Bedürfnisse, Fokus für aktuelle Situation).
- Kontext: Ich kämpfe immer noch mit wenigen kognitiven Ressourcen und einem Mangel an ADHS-Medikamenten, die ich aktuell nicht nehme.
- Aufgabe 2: Suchtdruck protokollieren am Handy, sobald er aufkommt.
- Ziel: Mehr Gefühl dafür bekommen, wie ich mit dem Druck umgehe, um Konsum besser zu kontrollieren und die Kontrolle über mein Verhalten zu behalten (nicht ausgeben).
- Aufgabe 3: Gesunde Distanz im Alltag wagen. Überblick über aktuelle To-Dos bei der Arbeit machen, um priorisieren zu können, wie ich mit meiner Zeit in den nächsten Tagen und Wochen umgehe.
- Aufgabe 4: Jobsuche. Erste Stellen in die Übersicht einpflegen.
- Aufgabe 5: Etwas für meine Mom drucken (von ihr erbeten).
4. Tagesabschluss / Check-in (Heute)
Struktur-Anpassung: Check-in und Tagesabschluss zusammengelegt, um logisches Durcheinander zu vermeiden.
- Suchtdruck: Über den Tag hinweg bei Null. Ich habe nicht daran gedacht zu konsumieren und mich gleich auf den Status des Tagesfahrplans gesetzt, um die Untersuchungen abzuarbeiten.
- Tagesreflexion: Sehr dankbar für meine Mitmenschen, die mich unterstützen. Arbeite daran, meine Scham im Kontext der Situation mit Suchtdruck aufzulösen.
- Herausforderung: Die Gefahr, heute zu überstrukturieren und zu überkomplizieren. Die Entscheidung, was realistisch machbar ist, ist oft ein Wunschgedanke, der am Ende überfordert und für den ich keine Ressourcen habe. Zusätzlich fehlt mir aktuell die Medikation, was eine Mehrbelastung für das Energiemanagement darstellt. Ich werde dem heute mit Koffein entgegenwirken.
- Lektionen:
- Es ist sehr wichtig, morgens die Timer direkt zu stellen, wenn man sich stimuliert, genauso wie mit dem Kalender zu arbeiten, um nicht in der Reihenfolge meiner natürlichen Abläufe durcheinanderzukommen.
- Ich hatte nicht geplant, den Tag nicht in den Kalender/Block zu setzen. Es hat sich richtig angefühlt, ich bin fokussiert reingekommen und produktiv gewesen. Ich bin zufrieden, möchte das aber noch mehr steuern, um Dinge wie Frühstück nicht zu vergessen.
- Standard-Tracking: Eigentlich wollte ich das selbst verwenden, habe es gestern Abend nicht mehr geschafft. Werde ich heute wieder tun. Dieser Blogeintrag dient ebenfalls als Teil davon.
5. Rückblick & Konsum-Ereignis (Gestern Nacht)
- Konsum: Gestern habe ich erotische Inhalte vom Vortag konsumiert, die ich bereits gelöscht hatte.
- Auslöser: Mir fehlen die Medikamente. Sie helfen mir sehr, durch dieses Tief durchzukommen. Vielleicht hätte ich gestern Kaffee trinken sollen, aber das Gefühl von dumpfen Kopfschmerzen und Konzentrationsschwierigkeiten, was ich schon sehr lange nicht mehr hatte, war selbst überwältigend.
- Verlauf: Ich hatte nicht die Geistesgegenwart, mich bei jemandem zu melden und darüber zu reden. Meine Mutter war diesbezüglich keine gute Ansprechpartnerin. Aber ich bin insgesamt okay durch den Tag gekommen.
- Uhrzeit-Konflikt: Auch die Uhrzeit des Konsums war ein Problem. Ich hatte gesagt, dass ich nach 22 Uhr nicht mehr konsumiere, aber ich habe dann doch ein Hörbuch gehört, um einzuschlafen. Naja, ich habe ein Hörbuch gehört und irgendwie durch Hintergrundgeräusche meine Sachen gemacht. Wenn es sich nicht gereicht hat vom Stimulus her, hat mich das eher immer wieder rausgebracht.
- Inhalte: Keine expliziten Inhalte wurden konsumiert, weil ich meine Zeit lieber für den „Roten Faden" verwendet habe.
- Verbesserungsansatz: Diesen Blogeintrag gestern Morgen zu schreiben wäre eine Sache gewesen. Ich habe mich noch einmal mit meiner Freundin auseinandergesetzt, aber keine Regel gefunden, dass ich, wenn ich zu müde, erschöpft oder konfus bin, mich nicht bei Leuten melde und dann „Fall für Konsum" mache. Was ich da besser in meiner Lebenszeit anfangen soll, ist noch offen. Das ist generell ein Problem: Welche Alternativen habe ich überhaupt?
- Bewältigung gestern: Gestern habe ich mir damit geholfen, dass ich einkaufen gegangen bin und frische Luft geschnappt habe (auch wenn es super heiß war und mich das gejuckt hat). Es war besser, als diesen Konsumzyklus aufrechtzuerhalten, nichts zu tun, im Bett zu liegen und zu jammern.
- Abends: Trotzdem bin ich wieder zum Konsum gekommen, weil ich einfach nicht wusste, wie ich meinen Gehirnzustand anders hätte managen können. Immerhin habe ich so geschafft, meine Übersicht für die Woche noch anzupassen und mir Gedanken für den Rest der Woche und Risiken zu machen. Auch wenn ich währenddessen dachte: „Ich müsste eigentlich aufhören, das ist nicht gut", wusste ich buchstäblich nicht, was ich anderes tun sollte.
6. Langzeitperspektive & Ziele
Ziele für diese Woche
- Achtsamkeit: Achtsamkeits-Timer und -Check-ins etablieren (wichtiges To-Do).
- Arbeit: Wieder in die Arbeit reinkommen. Eine Übersicht erstellen, was sich in der Woche Urlaub angesammelt hat, und in welcher Reihenfolge ich das abarbeiten möchte.
- Entscheidung: Ob ich noch nach Saarland zu meiner Freundin fahre oder nicht. Dies beeinflusst die ganze Wochenplanung.
- Entscheidungskriterium: Je nachdem, ob alle erkältet sind (dann Nein) oder alle gesund sind (dann Ja).
- Jobsuche: Aufrechterhalten und mich daran erinnern, was ich mir vorgenommen habe.
- Medikamente: Klärung am Mittwoch (morgen).
Monatsziele
- Vorbereitung Nachfolge: Für den kommenden Nachfolger Unterlagen zum Thema Einarbeitung, Aufgaben und Tagesstruktur aufbereiten und mit dem Vorgesetzten besprechen, was überhaupt gewollt ist.
- Überblick Strategien: Am Überblick zu funktionierenden und nicht funktionierenden Strategien arbeiten.
- Ziel: Bis Ende des Monats eine fertige „hängende Liste" (Checkliste/Dokument) mit unterschiedlichen Strategien für verschiedene Hochdrucksituationen haben, damit ich nicht darüber nachdenken muss und nicht wieder in die Situation von gestern gerate.
- Format: Digital festgehalten UND analog irgendwo aufgehängt.
- Verfügbarkeit: Muss digital über die Suchfunktion verfügbar sein.
7. To-Dos & offene Fragen
| Kategorie | Item / Frage | Status / Anmerkung |
|---|---|---|
| To-Do (Dringend) | Medikamente klären | Termin Mittwoch (morgen) |
| To-Do (Werkzeug) | Hochdruck-Strategie-Liste erstellen | Digital + analog aufgehängt |
| Reflexion | Alternativen bei Erschöpfung | „Nichts tun" ist auch eine gute Option |
| Planung | Reiseentscheidung Saarland | Hängt davon ab, ob alle erkältet oder gesund sind |
| Beziehung | Regel mit Freundin besprechen | Umgang mit Erschöpfung/Konsum-Risiko |