averagesingularity

9. Woche 62. Tag. 2. Ampeltest

Ich weiß nicht wie ich diese Einleitungen Schreiben will, weil ich will immer schreibe: "Heute war ein guter Tag." Offensichtlich ist das eine Wertung sie an sich nicht schlimm wäre wenn hinter der nicht meist stehen wurde: "ich bin produktiv gewesen. ich habe Therapie gemacht. ich habe was wertvolles getan. Heute hab ich gefühlt." Etc... das ist immer eine Leistungsorientierte Bewertung und ies fällt mir schwer Alternativen zu finden.

Highlights des Tages/ Heute bin ich Dankbar dafür dass ich:

  • erfolgreich kontrollierten Konsum geübt habe

  • mich offen mit den Jungs über den Konsum unterhalten könnte und Rat und Verständnis bekommen habe.

  • Dominion gespielt habe.

  • meine Ampel weiter ausgearbeitet habe.

  • einem anderen Patienten beim Wochenplan für Zuhause helfen konnte und dabei einiges an meinem eigenen Verbessern konnte.

  • heute mein Ziel mit Leuten langsam wieder Kontakt aufzunehmen angegangen bin.

Details:

Zum Kontrollierten Konsum:

Habe zum ersten Mal seit 61. Tagen einen Mahwa ( koreanische Version eines Mangas) gelesen. Dies Ist bei mir ein Fall von möglicher Weise kontrollierbarem Konsum. Weil ich sehr gut steuern und messen kann ob ich ein weiteres Kapitel lese oder nicht. Ich habe mir ein Kapitel eines. Mangas oder eines Buches Pro Tag erlaubt was für mich eine Übersichtliche Menge ist um vor zu eigen das der Alltag und meine Pflichten/ Verantwortlichkeotem oder Routinen darunter leiden. Ich konnte das einhalten aber die Euphorie die ich während dessen gespürt habe hat mir sehr Angst gemacht. Ich habe mich ähnlich gefühlt wie bei meinem Rückfall nach dem ich ca. 80 Tage aus der Klinik in Alzey raus war. Nicht annähernd so intensiv aber die gleiche Art der Empfindung. Und die das habe ich bei Hörbuchern oder dem Lesen von normalen Büchern überhaupt nicht verspürt. Den drang " ich könnte jetzt ja weiter lesen" hatte ich erwartet aber nicht diese Intensität. Hab anschließend mit dem Anderen drüber geredet um das einzuordnen.

Eine Hypothese: Oft erlaube ich es mir nicht richtig zu fühlen Das ist evtl die Ursache für diese Intensität. Andere vergleichenmeine Beschreibung mit "kicks" wie beim Achterbahn fahren oder Konzertauftritten, Wettkampf Spielen, und einer Mischung aus Vorfreude und Adrenalin. Das ergibt durchaus Sinn.

Zur Einordnung der Intensität: Auf einer Skala für Lebensfreude von 0 - 100 bin ich die meisten funktionalen Tage so wie heute auf 4. An einem Guten Tag dem ich gerade so präsent habe mit viel Sport, Therapie Erfolg, Kontakt mit Menschen die Ich mag und leckerem Essen wird euch so auf die 20 kommen. Während/nach dem Lesen des Mahwas war ich auf auf 80. Jap die Dysthemie steht definitiv noch im Raum. Als ich den Jungs davon berichtet habe war die Reaktion größtenteils gemischt dahin gehend as ich mich so ge freut habe und gut gefühlt habe und mir wurde wieder gespiegelt, das ich sehr wenig Freude in meinem Alltag zu lassen bzw habe.

Es gab in den Letzten 62. Tagen keine andere Dinge die sich in den Letzten Tagen so spezifisch intensiv und gut anfühlt haben. Deshalb ist es wirklich gefährlich nicht süchtig zu werden , es ist wichtig da sich andere ausprobiere und skeptisch bleibe Evtl. Ressource wenn weiterhin?

Fazit ist : Ich werde das bald wieder ausprobieren und bleibe offen dafür es auf Rot zu setzen. Ich werde beobachten wie es sich beim nächsten Mal entwickel. Es könnte jetzt wieder weniger werden. Falls ich jedoch einen Toleranz Aufbau entwickele und merke das dieser mich stört und ich den Drang nach einer Konsum Erhöhung empfinde. Kommt der Spaß auf Rot. Sucht und deren Verlagerung will ich nicht Riskieren. Sobald es Suchtkriterien erfüllt kommt es auf Rot. Ich will Aufpassen das ich den Mahwa nicht benutze um mich nur aufzuputschenz, zu vermeiden oder abzulenken Z.b. Instrumentalisierung ohne die eigentliche Emotionen und Situationen im Nachhinein zu konfrontieren. Evtl wäre es als Skill in Ordnung.

Es ist okay wenn ich Zeit und Raum dafür habe und mich an meine Ampel/Regelm halte.

Zu Dominion: das Spiel hat eine Tolle Balance aus Spaß und Herausforderungen für mein Hirn und gleichzeitig ist nach einem Spiel ( ca 45- 70 min) dann auch genug für mich super für gesunde Lustbarkeit. Es ist Recht wenig sozial was mich erstaunt. Genauso wie die Tatsache das ich hier noch kein einziges Mal zum Werwolf Spiel gegangen bin da ich mich von den meisten Rehabilitand*innen abgrenzen möchte und ich vermisse es nicht wirklich. Mit Leuten die ich kenne wäre es wiederum anders. Über die Entwicklung Grüße ich mich sehr. In ander Kliniken war da sehr viel angepasstes Verhaltne und überkompensation im Spiel die ich zumindest teilweise erkannt und abgelegt habe.

Danke fürs lesen und eine schönen Abend.