averagesingularity

7. Woche | 49. Tag weniger ist mehr

Der letzte Tag einer sehr anstrengenden Woche.

Die wichtigsten Erkenntnisse, die ich aus dieser Woche mitnehme:

ich will weiter üben, allein / ich zu sein (Hauptbaustelle)

ich will weiter Emotionsregulation trainieren

ich will die gelben Bereiche der Suchtampel trainieren

die wichtigsten Erkenntnisse über Sucht und ADHS-Themen habe ich schon im Hinterkopf. Auch hier gilt es, mehr zu üben und sich dessen bewusst zu machen. Weniger Theorie ist für mich aktuell mehr.

das mit dem „Sein“ ist vor allem eine Übung in Achtsamkeit und Selbstliebe. In Momenten insbesondere höhlen mich meine Kritiker immer wieder raus.

meine Routinen sind schon wesentlich gesünder, ich möchte sie vor allem einfach weiter behalten.

Die Hauptherausforderung diese Woche war das Einzel und die Vorbereitung auf das Einzel. Das habe ich schon gut gemacht. Ich überlege, mir zwei Versionen meines Lebensstrahls noch mal ausdrucken zu lassen und sie mir aufzuhängen, um mich daran zu erinnern, wie das Leben bisher gelaufen ist und wie viel sich schon Positives verändert hat. Mein Suchtmodell ist noch relativ abstrakt, aber auf einem sehr guten Weg. Meine Ampel mit Grün und Rot scheint gut zu funktionieren und die gelben Sachen habe ich bisher noch nicht angefasst. Deswegen wird es Zeit, an denen zu üben.

Ich bin pissig, dass ich jetzt wieder erkältet bin, aber ich tue, was ich kann. Und wie ich von einem Freund darauf hingewiesen wurde, mache ich selbst krank sein kompliziert. Also schalte ich ein paar Gänge runter und tue das Nötigste, aber mache langsam Selbstfürsorge und mache da keinen Selbstmissbrauch draus.

Eventuell bringe ich morgen ein Thema rein, wo es um meinen Kritiker geht und die Glaubenssätze, um da dranzugehen. Ein Teil von mir möchte meine Therapeutin ärgern, weil sie gesagt hat, ich darf nicht daran arbeiten bzw. es ist nicht gut für mich, und ich dem zugestimmt habe. Aber wenn wir in der Gruppentherapie dann daran arbeiten, muahahahaha, dann arbeite ich nicht von alleine. Mal gucken, was die anderen dazu sagen. Ich glaube, das ist tatsächlich eine wertvolle Übung für alle.

Ich freue mich jetzt schon auf einen Familienbesuch am Freitag. Das wäre cool und ich muss gucken, wie das mit Weihnachten läuft. Da bin ich noch sehr zwiegespalten und habe das Wochenende gar nicht so drüber nachgedacht. Vielleicht ist das auch ein Ansatz: weniger planen. Das werde ich auf jeden Fall diese Woche entscheiden.

Bin ziemlich durch, denn das Wochenende war emotional sehr anstrengend, einfach nur dieses Versuchen, bei mir zu sein und die ganzen Kritiker-Gedanken und Sätze, die hochkommen, und den inneren Antrieb, der dann anspringt, rauszunehmen. Sehr anstrengend.

Eine Sache, auf die ich heute sehr stolz bin, ist, dass ich heute vier Strophen eines Gedichtes geschrieben habe, das noch nicht fertig ist. Aber da habe ich mich intensiv beschäftigt mit mir und dem Schreiben, wie es mir Spaß macht und was ich da machen kann. Und das waren so vier Stunden Arbeit heute, also eine Stunde pro Strophe, und das ist echt cool. Das hat Spaß gemacht und ist eine vielversprechende Alternative zu Computerspielen oder so als Hobby. Beschäftigung mit der anderen Welt, ein bisschen Lernen über Sprache und Ausdruck, Rhythmen. Sehr cool.

Ich wünsche einen wunderbaren Start in die nächste Woche! Vielen Dank fürs Lesen!