averagesingularity

30. Tag (Weltschmerz Klappe die 2.)

Der Tag war vollgepackt mit Infos und Aktivitäten.

Morgens Ergo war entspannt gruppenntegeln weiter geschrieben. Hab etwas mit meiner Schrift gearbeitet war ne gute Übung und Auseinandersetzung mit mir.

Mittags Qi Gong. Sehr angenehm um ins fühlen und zu mir zu kommen.

Nachmittags eine Präsentation zu Sucht im Allgemeinen. War nicht sehr auf Mediensucht bezogen sondern eher auf Alkohol, Substanzen und Glücksspiel aber Sucht ist Sucht. Hat auch nochmal aufgezeigt wie viel an Weg noch vor mir steht. Insbesondere Gespräche und Erklärungen für Angehörige zum radikal geänderten Lebens Stil und die Wahrscheinlichkeit für Rückfälle in die Sucht oder Vorfälle die Riskant sind. Statistisch gesehen schaffen es nur ein Drittel der Rehabilitanden nach dem ersten Jahr Abstinent zu bleiben ohne Vorfälle. Ein weiteres Drittel hat weiterhin Vorfälle. Das letzte Drittel wird leider rückfällig und bleibt in der Sucht oder kommt wieder in die Klinik.

Ich plane alles was sich kann dafür zu tun in den ersten 2 Dritteln zu landen was einiges an Veränderungen an meinen Gewohnheiten, Tagesabläufen und Umgebung erfordert. Dann noch ait leben das Sicht den Rest meines Lebens immer ein Teil Thema sein wird ist eine wichtige aber bittere Warnung gewesen.

Danach ein intensives Gespräch mit meiner Therapeutin die Präsentation hat in mir große Angst und Aktionismus ausgelöst. Ich hab einige gute Dinge angefangen wie z.B. die Nachsorge bei der Suchtberatung und ob es ne Therapiesperre gibt nach der Ambulanten Therapie die ich vor der Reha hatte.

Bevor wir uns um die eigentlichen Fakten gekümmert haben, hat meine Therapeutin mich bestimmt in die Angst, wut und Hilflosigkeit rein geführt. Ein Teil darunter are diesmal der Emotionale Aspekt von meinem Weltschmerz und der gesamt Situation. Da kam von ihr der Hinweis das meine wütenden Auseinandersetzung darauf basierend das ich die Trauer und den Schmerz bei diesen Themen nicht mehr richtig fühle seit meinem ersten Klinikaufenthalt in Alzey. Dort war ein wichtiger Therapeutischer Schritt mich davon zu distanzieren um mir mittel gegen die Depression und Suizidalität an die Hand zu geben. Seit dem habe ich das Mas an Trauer und Hoffnungslosigkeit unter Aktionismus, Frust und Wut begraben. Es ist tokay aufrichtig traurig über diese Dinge zu sein und es zu fühlen. Das heißt im Gegenzug aber nicht das ich mich darin suhlen soll oder in fehl geleitetem Aktionismus untergehen muss. Im Gegenteil es wird dabei helfen diese destruktiven und wütenden impulse zu reduzieren wenn ich die echten Gefühle darunter raus lasse. Daran werde ich hier so gut ich kann weiter arbeiten. Das selbstständige fühlen ist noch Recht schwierig und braucht viel setup. Das wird auch noch ne Weile so weitergehen. Ich würde darauf hingewiesen das ein Teil von mir gerade durchaus die emotions regulation nochmal neu lernt . Nicht kognitive sonder eben angewandt emotional.

Will morgen endlich mit Yoga und Ergometer Anfangen. Ergometer heute war schon gut und von gestern Abend ich überall noch Muskelkater xD

LG leider zu müde für mehr Details