averagesingularity

12.03.2026 | 21. Woche | 0. Tag

Ich hatte in der Nacht von gestern auf heute einen Rückfall. Ich habe wieder geschrieben, ich habe dazu masturbiert und bin dann erst um 2 Uhr ins Bett gegangen.

Das Schreiben der Geschichte mit KI ist bei mir jetzt eindeutig auf Rot auf der Ampel. Als Konsequenz daraus habe ich die KI-App komplett gelöscht und werde sie jetzt in diesem Maß nicht weiterverwenden, weil die Gelegenheit dazu einfach zu leicht ist, über andere Aufgaben da reinzurutschen. Ich werde nach einer anderen KI-Alternative suchen. Im Zweifelsfall gehe ich wieder zurück zu ChatGPT, weil es das überhaupt nicht unterstützt.

Ich hatte jetzt Besuch von Montag bis Mittwoch. Der Mittwochvormittag war noch schön mit dem Besuch. Wir waren noch in der Stadt und dann wollte ich noch zu meiner Mom in die Wohnung, um schnell ein paar Briefe zu kontrollieren, und habe mich dann ausgesperrt.

Ich konnte dann erstmal ca. drei Stunden damit verbringen, durch die Gegend zu laufen und zu versuchen, wieder in die Wohnung zu kommen, weil ich den Schlüssel noch jemand anderem gegeben hatte. Das hat dann auch geklappt, ich bin in die Wohnung reingekommen. Aber der gesamte Nachmittag war dann anders als geplant. Ich konnte mich noch ein bisschen frisch machen und bin dann zur Arbeit gegangen.

In der Arbeit habe ich mich dann auch wieder aufgefangen und einen guten Tag gehabt. Aber als ich abends zurückkam, hatte ich schon auf dem Rückweg von der Arbeit angefangen zu schreiben bzw. schon in der Umkleide einfach nur Notizen angefangen zu machen. Ich bin nach Hause gekommen, habe die Abendroutine angefangen, aber dann auch einfach weitergeschrieben, statt sie zu Ende zu machen. Das Ganze ging dann auch bis, wie gesagt, 2 Uhr morgens. Für mich ist jetzt klar: Das ist eine „schöne Sache“, aber Zocken wäre das auch gewesen oder echte Pornografie wäre das auch gewesen. Der Kontrollverlust ist absolut nicht mehr tolerierbar, in keinem Kontext mehr.

Da werde ich lieber nach irgendeinem ganz anderen Alternativverhalten suchen. Vor allem eben eines, das nicht computergekoppelt sein darf. Ich gehe dann zurück zum Malen oder vielleicht doch wieder Gedichte schreiben oder sonst etwas.

Ich halte mir offen, dass ich mir, wenn ich Impulse zum Schreiben habe, ein Notizbuch besorge und dort handschriftlich etwas reinschreibe. Aber auch das liegt jetzt erstmal – wenn überhaupt – Anfang Mai, weil ich das gar nicht anfassen will. Das erotische Schreiben etc. werde ich jetzt einfach komplett wegskillen. Diese Brücke in meinem Gehirn muss weg.

Fertig.

Ich befriedige die Situation/ Bedürfnisse auf eine andere Art und Weise.

Ich erlaube mir andere Dinge, aber eben nicht mehr um diese Uhrzeit in diesem Kontext. Nach den Regeln, die ich ursprünglich mit dem Schreiben gesetzt hatte, ist das für mich absolut fair: Einen Tag vorher planen oder am Tag vorher planen, dann aber aufschieben bis zu einer Zeit, wo es machbar ist. Machbar heißt eben: Es bleibt in meinem Schlafenszeitraum und passiert bis 22 Uhr. Das heißt nach der Arbeit auf keinen Fall mehr.

Sehr wahrscheinlich wird es auch gar kein Thema mehr werden, wenn ich nicht zu diesem Thema schreibe, weil ich dann gar nicht erst in diesen Erregungszustand hineinkomme.

Ich bin sehr traurig und sehr erschöpft. Ich habe jetzt ein paar Arbeitstage vor mir bis Sonntag und werde mich jetzt erstmal wieder um den Haushalt kümmern, weil der Besuch mich berechtigterweise im Haushalt unterbrochen hat. Das war geplant, da hatte ich mir schon ein paar Gedanken gemacht, wie ich das abfangen kann.

Was aber gestern nicht passiert ist, weil ich den halben Tag damit verbracht habe, zu versuchen, wieder in meine Wohnung reinzukommen. Aber hey: Ich habe erfolgreich das Schloss geknackt. Das war sehr befriedigend. Hat mich zwar, weiß ich nicht, eine Stunde gekostet und die Sachen vorher zu besorgen etc. haben nochmal Zeit gekostet, aber das ist okay. Heute steht nur noch Arbeit an. Nach der Arbeit mache ich Qigong und gehe ins Bett und packe das Handy wie geplant weg.

Ich wollte den Blog auf jeden Fall jetzt noch schreiben. Jetzt werde ich essen und dann zur Arbeit gehen.

Ich habe mich dazu entschieden, das Blogformat nochmal zu ändern, weil die Stichpunkte, die ich hatte, zwar sehr gut für meine persönlichen Notizen waren, aber der Blog in erster Linie ein Kommunikationsmedium ist – und genau das möchte ich, dass er bleibt.

Also mache ich das jetzt wieder ein bisschen freier: einfach nur, was mich aktuell beschäftigt, und strukturiere das dann tagesabhängig. Ich wäre über Rückmeldung dazu dankbar: Ob das in euren Augen ein Schritt zurück ist, ein Schritt nach vorne oder absolut egal.