Gestern: 04.04.2026 Produktiv. Rückfall. Und der ganze Mist dazwischen.
Am Nachmittag einen Rückfall gehabt.
1. Der Tag, war nicht einfach.
Gestern war so ein Tag. Einer dieser Tage. - Produktiv? Ja. Bad geputzt. Haushalt gemacht. Telefonate geführt. Zeit mit den Nichten verbracht. Das waren alles Lichtblicke. - Rückfall? Auch. Und der sitzt. Weil ich immer noch nicht ganz verstehe, was genau da passiert ist. Und wie oft ich bemerkt habe das es Scheiße ist und versucht habe es in mir klein zu reden statt aufzuhören und diesen nicht als "Rückfall" zu betiteln.
Ich habe ein Rückfallprotokoll geschrieben. In Stichpunkten. Aber die Kernfrage bleibt: Warum? Weil es nie nur ein Grund ist. Sondern so ein verdammtes Gewitter aus Faktoren, das sich über Tage auflädt.
2. Die Vorbelastung: Wenn alles zusammenkommt.
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Politik & Gerechtigkeitssinn: Die ganze AfD-Scheiße in Rheinland-Pfalz. Dieser Zorn, der in mir brodelt, weil ich das Gefühl habe, etwas tun zu müssen – aber nicht weiß, wie. Udnnwies das ich nicht sie Zeit und Ressourcen habe das zu tun was ich könnte ..... Und dieser überbordende Gerechtigkeitssinn, der mich selbst aufgibt, weil ich denke: "Wenn ich nicht kämpfe, wer dann?" → Das hat mich die letzten Tage belastet. Selbst nach Gesprächen mit Leuten blieb diese Anspannung. Ein Vorbelastungsfaktor, der wie ein schwerer Rucksack an mir hing.
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Der Vorfall von vorgestern:(03.04.2026) Den hatte ich aufgearbeitet. Aber aufgearbeitet ≠ verarbeitet. Das Kopfkino war noch da. Stärker als sonst. Und hat mich mehr belastet, als ich zugegeben hätte.
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Geld. Immer dieses verdammte Geld. "Wie komme ich schneller an mehr?" – dieser Druck, der mich in unhealthy Ideen treibt.
- "Könnte ich Hobbys monetarisieren?" – Ja, aber:
- Nicht nachhaltig, solange meine Abstinenz nicht sitzt.
- Nicht gesund, wenn es in Suchtmechanismen abdriftet (z. B. erotisches Schreiben).
- Was bleibt?
- Abstinenz- und Suchtbewältigungsstrategien teilen (vielleicht eine App? Werkzeuge für andere?).
- Fantasy schreiben – aber ohne die Erotik-Falle. (Aber wie? Wenn selbst neutrale KI-Bilder mich triggern? Mehr dazu gleich.)
3. Der Tag selbst: Ein Plan. Und dann das Chaos.
- Vorbereitet? Ja. Freitagabend hatte ich alles geplant.
- Gelaufen? Nein.
- Schwieriger Start – obwohl vorbereitet.
- Mehrmals aus dem Konzept gebracht – von mir selbst.
- Konfus. Unfokussiert. Und dann... der Absturz.
4. Der Rückfall: Wie es passiert ist. (Und warum ich es nicht kommen sah.)
Ich wollte Charakterbeschreibungen für mein Fantasy-Buch festhalten. - Tool gefunden → "Cool, damit kann ich Bilder hochladen und Beschreibungen eingeben!" - KI-Bildgenerator → "Ich probier mal ein neutrales Bild aus..." - Trigger. Einfach so. - Suchtmechanik aktiviert. "Wie weit lässt mich der Generator gehen?" - Kein Stopp. Trotz Timer. Trotz Wissen, dass es falsch ist. - "Ich höre jetzt auf." – Weitergemacht. - "Jetzt wirklich." – Weitergemacht. - Erst als Nacktheit im Spiel war, kam dieses leise Gewissen. Aber selbst da... - Nicht stark genug. Nicht gefestigt in meinem Abstinenzgedanken. - Abstinenzversprechen am Bildschirm? Gelesen. Ignoriert.
- Was mich gerettet hat?
- Ein Besuch. Kurze Unterbrechung. Für einen Moment Klarheit.
- Aber: Als er ging, bin ich reingerutscht. Nochmal.
- Erst eine externe Deadline (Termin) hat mich gestoppt.
5. Die harte Wahrheit: Das war ein Rückfall.
- Ich wollte es nicht zugeben. "Vielleicht war es ja kein Rückfall... Vielleicht setze ich meinen Zähler nicht auf Null..."
- Aber: Nach dem Termin. Nach dem Abendessen. Nach dem Telefonat und dem Protokoll war es klar:
- KI-generierte Inhalte? Rot. Egal, ob "nur" Bilder oder Texte.
- Erotisches Schreiben? Gestrichen. Komplett. Keine Diskussion.
- Neue Regel:
- Keine KI-Generierung mehr allein.
- Nur noch in Begleitung – jemand, der mich stopp, wenn ich abdrift.
- Fantasy-Schreiben? Ja, aber:
- Keine Bildergenerierung ohne Aufsicht.
- Keine Grauzonen. Wenn’s auch nur ansatzweise triggert – Stopp.
6. Die Lektionen. (Weil Scheiße auch Dünger sein kann.)
✅ Positiv: - Ich habe den Termin nicht abgesagt. (Fortschritt!) - Ich habe nicht masturbiert. (Fortschritt!) - Ich habe das Protokoll geschrieben. (Fortschritt!) - Ich habe gelernt: - Meine Ampel anpassen. (KI = Rot. Punkt.) - Mein Abstinenzversprechen verschärfen. - Externe Deadlines nutzen.** (Sie retten mich.)
❌ Negativ (aber ehrlich): - Die Wochenplanung ist wieder flöten gegangen. (Weil Rückfall. Weil Kopfkino. Weil alles.) - Ich brauche diese extra Zeit, um mit Suchtdruck umzugehen – und das ungeplant. - Ehrenamtliche Engagements? Nein. Ich kann’s mir nicht leisten. - Priorität: Abstinenz > Alles andere.
**7. Heute (05.04.2026) : **
- Kurzer Familienbesuch – Hallo sagen.
- Arbeit.
- Und wenn ich jetzt nicht fertig werde sofort danach:
- Wochenplanung nachholen. (JETZT. Nicht später. JETZT.)
8. Der Gedanke, der bleibt:
"Es ist scheiße, dass es passiert ist. Aber ich lerne. Und ich passe mich an." - Abstinenz ist kein linearer Prozess. Es gibt Rückfälle. - Aber: Ich reagiere anders als früher. - Ich schreibe Protokolle. - Ich reflektiere. - Ich ändere meine Strategien. - Das ist Wachstum. Auch wenn’s wehtut.
Und jetzt? → Wochenplanung. Sofort. → Atmen. → Weiter machen.
Danke fürs lesen und schöne Ostern!